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Wir waren beim EMSP-Symposium 2026

Europäisches MS-Symposium, 24. & 25.04.2026, Berlin

Am 24. und 25. April 2026 nahm eine kleine Delegation der DMSG SH e.V. am Europäischen MS-Symposium der EMSP in Berlin teil. Im Mittelpunkt standen der Austausch mit Menschen mit MS aus ganz Europa und die Teilnahme an Workshops, die neue Perspektiven für den Alltag mit Multipler Sklerose eröffneten.

Tag 1: Gemeinschaft und der „MS-Eisberg“

Der erste Tag begann mit bewegenden Patientengeschichten von Katerina Misiura und Aida Fuentes, die zeigten, wie Gemeinschaft die Diagnose verändert.

In den Breakout-Sessions ging es um Registries und Patient Reported Outcomes. Alexander Stahmann (Deutsches MS-Register) und Giampaolo Brichetto (Italienische MS-Stiftung) präsentierten den Begriff des „MS-Eisbergs“: Alltagsbelastungen wie Fatigue, Angst oder kognitive Einschränkungen, die in Klinikbesuchen oft unsichtbar bleiben. Die Botschaft war klar: Nur wer Vertrauen schafft, bekommt auch Einblick in echte Erfahrungen. Und nur durch diesen Austausch lassen sich Lücken in der Versorgung schließen

Tag 2: Sichtbarkeit und medizinische Innovationen

Der zweite Tag stand im Zeichen persönlicher Berichte und bahnbrechender Forschung. Mirjam Kottmann, Deutschlands erste TV-Moderatorin im Rollstuhl und Journalistin des Jahres 2024, teilte ihre Geschichte: vom Verstecken ihres Gehstocks am Arbeitsplatz bis zur offenen Darstellung ihrer Behinderung im Fernsehen. Ihr Appell: „20 % der Europäer:innen leben mit einer Behinderung – das ist keine Randgruppe, sondern Realität, die Sichtbarkeit verdient.“

  • In den Hot-Topic-Sessions ging es um Zukunftstherapien:
  • CAR-T-Zelltherapie (Dr. Willekens): Gezielte Elimination entzündungsfördernder B-Zellen.
  • Stammzelltherapie (Dr. Heesen): Immunsystem-Neustart bei hochaggressiven Verläufen.
  • Menopause und MS (Ruth Dobson): Hormonelle Therapien können Überschneidungen von MS- und Wechseljahressymptomen lindern.

Die Delegation kehrte mit vielen neuen Kontakten und Ideen zurück. Besonders prägend waren die Gespräche mit Betroffenen aus ganz Europa, die trotz unterschiedlicher Gesundheitssysteme ähnliche Herausforderungen meistern.

Mehr Infos unter: www.emsp.org

Vielen Dank an die DAK für die finanzielle Unterstützung unserer Teilnahme am Symposium!

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